Tagung des Netzwerks Genderforschung und Gleichstellungspraxis Bayern

vom 31. Mai - 01. Juni 2019 in der Evangelischen Akademie Tutzing

Feminismen 4.0Die Digitalisierung verändert unsere Lebensverhältnisse und Lebensweisen: eine Revolution zweifelsohne, aber hat sie eine Genderdimension? Und wenn ja, wie sehen diese Veränderungen im Bereich der Geschlechterverhältnisse aus? Wie lassen sie sich politisch im Sinne von mehr Gerechtigkeit und Gleichstellung gestalten? Welche Rolle kann dabei der (Netz-)Feminismus spielen?

Auf der Tagung gingen wir den Chancen ebenso wie den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung nach. Wie lässt sich digitale Kommunikation positiv im Sinne von Fraueninteressen und feministischer Politik nutzen? Welche Strategien gibt es andererseits, um der missbräuchlichen Verwendung von Social Media, um Hate Speech und Cybermobbing entgegenzutreten?

Die neuen Arbeitswelten bieten durch mehr Möglichkeiten zur Flexibilisierung und Selbstorganisation viele Chancen, gerade auch für Frauen. Worauf aber müssen wir achten, um Fehlentwicklungen zu vermeiden? Kann die Digitalisierung auch für mehr soziale, wirtschaftliche und Gendergerechtigkeit zwischen globalem Norden und Süden sorgen oder ist eher das Gegenteil der Fall?

Unterstützt durch die Referierenden mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen aus den digitalen Welten warfen wir einen Blick hinter die Dinge. Schließlich werden so manches Mal die alten Stereotypen im Gewande modernster Technologie transportiert. Und soll aus technischem Fortschritt auch sozialer Fortschritt werden, müssen Entwicklungen gesellschaftlich verhandelt und politisch begleitet werden. Die Tagung hat dazu einen Baustein geliefert und unsere Aufmerksamkeit für die vielen Aspekte der Digitalisierung erhöht.

Hier finden Sie das Tagungsprogramm.

Auf dem Blog von Wepsert gibt es einen Tagungsbericht.

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