![]() |
||||
|
|
Archiv der Münchner Frauengesundheitsbewegung von 1968
bis 2000
Geschichte der Münchner Frauengesundheitsbewegung
Um das vorhandene Erfahrungswissen dieser vielgestaltigen Bewegung zu bewahren und dazu den öffentlichen Zugang zu sichern, beschloss der Münchner Stadtrat im Februar 2010, die Frauenakademie München (FAM) als Projektträgerin mit dem Aufbau eines Archivs der Münchner Frauengesundheitsbewegung zu beauftragen. Die Mitarbeiterinnen der FAM kontaktierten innerhalb eines Jahres über 400 Einzelpersonen und Institutionen, von denen über 80 ZeitzeugInnen mit historischen Dokumenten zur Sammlung beitrugen. Die breit gefächerten Unterlagen - Mitschriften, Protokolle, Unterlagen über Demonstrationen, Aktionen oder Veranstaltungen, Publikationen, Zeitungsausschnitte, Fotos, Film- und Tonmaterial - wurden nach den Regeln der Archivkunde dokumentiert, um sie für weitere Forschung aufzuarbeiten und zu bewahren. Alte Ton- und Bildträger, also Hörkassetten und VHS-Videos, sind zur Erschließung für neue Abspielgeräte digitalisiert worden. Dokumentation der Archivalien Die gesammelten Bestände wurden im Findbuch verzeichnet und dem Stadtarchiv München übergeben. Weitere Unterlagen zur Münchner Frauengesundheitsbewegung können im Stadtarchiv München in der Winzererstr. 68 abgegeben werden. Sie werden dem Bestand auch in Zukunft zugeordnet. Eine inhaltlichen Einblick in die Bestände liefert
die von Angela Stascheit und Dr. Karin Uecker verfasste Broschüre.
Lebendige Geschichte: Interviews vor der Kamera Da viel Wissen über die Münchner Frauengesundheitsbewegung nicht aktenkundig wurde, wurde in dem Archivprojekt parallel zu den Dokumenten mit exemplarischen Interviews mit Zeitzeuginnen gearbeitet. Diese Interviews ermöglichen es, den persönlichen Blick der Aktivistinnen aus verschiedenen Strömungen in der subjektiven Interpretation ihrer eigenen Geschichte darzustellen und so die Münchner Frauengesundheitsbewegung lebendig in den historischen Gegebenheiten und ihrer Entwicklung zu beleuchten sowie Institutionalisierungsprozesse nachzuzeichnen. Die Interviews wurden als Filmdokumente vor der Kamera aufgenommen. Dank einer privaten Spende kann daraus nun ein Dokumentarfilm
entstehen, der im Jahr 2012 als DVD zu kaufen sein wird. Projektdaten:
|