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Dokumentationen von Veranstaltungen

Tagung in Kooperation mit der Forschungsgesellschaft Anstiftung

Dimensionen einer nachhaltigen Gesellschaft.
Feministische Zugänge und Perspektiven.

Freitag, 8.11.2002, 14 - 19 Uhr und Samstag, 9.11.2002, 10 - 16.30 Uhr


 

Thema der Konferenz

In den sich zunehmend globalisierenden Gesellschaften spitzen sich die ökologischen, ökonomischen und sozialen Probleme zu. Weltweit wird der lückenlose Zugriff auf die letzten (Natur-)Ressourcen organisiert. Genetische Reichtümer werden heute ebenso in die Verwertungslogik einbezogen wie Versorgungs- oder Gemeingüter, z.B. Gesundheit, Bildung oder der Zugang zu Land und Wasser. Frauen sind von diesen Entwicklungen weltweit unterschiedlich und doch in besonderer Weise betroffen, weil sie durch die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung mehrheitlich für Versorgungs- und Reproduktionsarbeiten zuständig sind. Damit bekommen sie unmittelbar die Folgen der ökologischen und ökonomischen Zerstörung zu spüren. Frauen haben als Betroffene und Akteurinnen lokaler und globaler Umweltprobleme immer schon öffentliche Präsenz in Praxis- und Theoriefeldern gezeigt. Gleichzeitig hat sich aber, wie in den Sozialwissenschaften generell, der feministische Diskurs verändert und ausdifferenziert.

Zentrale Fragestellungen der Tagung werden sein:

  • Was können feministische Ansätze zu einer nachhaltigen Gesellschaft beitragen?
  • Können sich ökologische und feministische Diskurse gegenseitig inspirieren?
  • Welche Bilanz der Nachhaltigkeitsdebatte der letzten 10 Jahre kann aus feministischer Sicht gezogen werden?
  • In welchem Verhältnis stehen Fragen der Legitimität des Handelns z.B. von Global Players zu Fragen der direkten Demokratie, der Partizipation und des Empowerment?

Theoriebezogene Perspektiven in den Plenarvorträgen sollen auf der Tagung durch praktische Zugänge in den Workshops ergänzt werden.

Vortragende waren u.a.:

  • Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Christina Thürmer-Rohr:
    Die Grenzen zwischen Politik und Natur - Hannah Arendts Politikbegriff und seine Konsequenzen für eine feministische Kritik
  • Vortrag mit Diskussion: Prof. Dr. Claudia v. Werlhof:
    Globalisierung: Lizenz zum Plündern - was tun?
  • Vortrag mit Diskussion: Prof. Dr. Adelheid Biesecker und Prof. Dr. Sabine Hofmeister:
    Reproduktivität - Der "blinde Fleck" im Diskurs zu Nachhaltiger Entwicklung.
  • Abschlussvortrag und Diskussion:
  • Postkolonialistische Perspektiven auf Nachhaltigkeit, Prof. Dr. Shalini Randeria (Ludwig-Maximilians-Universität München)


Redebeiträge

(Die Veröffentlichung ist auch als Printausgabe zu beziehen. Nähere Infos finden Sie unter Veröffentlichungen der FAM.)

Vorwort


Prof. Dr. Christina Thürmer-Rohr
Anfreundung mit der Welt - Jenseits des Brüderlichkeitsprinzips


Prof. Dr. Claudia von Werlhof
Globalisierung: Lizenz zum Plündern - was tun?


Prof. Dr. Adelheid Biesecker und Prof. Dr. Sabine Hofmeister
Reproduktivität - Der "blinde Fleck" im Diskurs zu nachhaltiger
Entwicklung


Andrea Baier
Haben Frauen einen spezifischen Zugang zur Nachhaltigkeit?
Erfahrungen aus der Regionalforschung


Frauke Liesenborghs
Von Rio nach Johannesburg. Die Bedeutung der
Rio+10-Konferenz für die kommunalen Agenda21 - Prozesse


Dr. Christa Müller
Die interkulturelle Perspektive in der Nachhaltigkeit


Christiane Hansen
Wasserprivatisierung: lokale und
globale Probleme


Podiumsdiskussion
mit Claudia von Werlhof, Adelheid Biesecker, Sabine Hofmeister
Angelika Poferl (Moderation)

Impressum

Einige Fotos zur Tagung


Weitere Informationen:

FAM - Frauenakademie München e.V.
Auenstr. 31, D- 80469 München
fon +49 (0)89 - 721 18 81, fax +49(0)89 - 721 38 30.
email: postmaster@frauenakademie.de

VeranstalterInnen: FAM - Frauenakademie München e.V. und Forschungsgesellschaft anstiftung gGmbH in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule im Ökologischen Bildungszentrum.

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Umweltfonds des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen gefördert.

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